Chef-Typen 1

Welche Grundtypen von Unternehmensführern gibt es?

Es gibt Mitarbeiter, die überhaupt nicht gerne für Ihren Chef arbeiten und es gibt welche, die würden für Ihren Chef durchs Feuer gehen. In der Regel gibt es in Unternehmen oft nur die eine oder andere Kategorie von Angestellten. Dies hängt mit großer Wahrscheinlichkeit weniger vom Mitarbeiter als mehr vom Chef ab. Grundsätzlich lässt sich zwischen sechs Grundtypen von Chefs unterscheiden, wobei viele Unternehmensführer zwei oder mehr Typen in sich widerspiegeln.

1. Der Manager

Der Chef-Typ Manager führt einen Bereich eines Unternehmens. In seiner Reinform braucht er als Unternehmensführer nicht viel Wissen und Kenntnisse über die Produkte und Märkte, für die er zuständig ist. Er weiß dafür sehr genau, wer was im Unternehmen gut kann, und er versteht es, die Fähigkeiten seiner Mitarbeiter gut einzusetzen. Er fügt Menschen zu Teams zusammen, die sich gegenseitig ergänzen. Er vertritt das Team nach außen und delegiert Maßnahmen, die durchgeführt werden müssen, nach innen. Der Manager kennt seine Mitarbeiter sehr genau und hat zu jedem ein gutes Vertrauensverhältnis. Er bleibt, solange es ihm gefällt. Er ist nur gleichwertig austauschbar.

Die meisten Probleme, die man heute mit Managern hat, liegen in der Tatsache, dass diese sich zu viel in die Arbeit ihrer Mitarbeiter einmischen, anstatt das Team zu kontrollieren und zu führen.

2. Der Pirat

Dem Chef-Typen Pirat ist das Unternehmen vollkommen egal. Er kauft ein Unternehmen mit dem Ziel, es schnell zu zerschlagen und vom Verkauf der einzelnen Sparten zu profitieren. Seine Führung beschränkt sich darauf, Kosten um jeden Preis zu senken, Mitarbeiter zu entlassen, Abfindungen einzusparen und Profit zu maximieren. Die mittel- oder langfristige Entwicklung des Unternehmens ist ihm vollkommen egal. Piraten zerstören Wirtschaftskraft und sind oft genug dabei der Meinung, dass richtig ist, was sie tun. Diese Art von Piraten sind wohl entstanden, weil erfolgreiche Väter ihren Söhnen ein Weltbild vermittelt haben, bei dem so viel Geld wie möglich so schnell wie möglich zu verdienen das höchste Ziel ist, was man erreichen kann. Die Väter haben dabei an den Aufbau von Unternehmen gedacht, die Söhne sind aber zum Spekulieren an die Börse gegangen.

3. Der Häuptling

Der Häuptling als Unternehmensführer ist der Vater des Unternehmens, er kann alles und er weiß alles über seinen Betrieb. In der Regel hat er sein Unternehmen selbst aufgebaut, er führt es komplett mit allen Facetten. Seine Mitarbeiter haben oft ein vertrauensvolles Verhältnis zu ihm, seine Entscheidungen folgen nicht immer rationalen Gedankengängen. Gute Häuptlinge fragen Mitarbeiter um ihre Meinung, binden sie in den Unternehmensprozess mit ein und organisieren die Unternehmensnachfolge. Mitarbeiter gehen für diese Art von Chefs oft durchs Feuer. Schlechte Häuptlinge entscheiden alles selbst, dulden keine anderen Götter oder Kronprinzen neben sich und bleiben bis zum letzten Atemzug. Sie sind unersetzlich, das Unternehmen hängt einzig und allein von ihnen ab. Alle Probleme, die wir heute mit Unternehmensnachfolge zu tun haben, haben immer auch mit diesen Häuptlingen zu tun, weil sie bis zum letzten Moment nicht von ihrem Unternehmen lassen können.

posted by: Marion Hahn – Autor: Helmut König * Fortsetzung: der General, der Pfarrer, der Vorstandsvorsitzende * am 13.08.2010

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