4. Der General
Der General als Chef-Typ kommt normalerweise, wenn es brennt. Wenn ein Unternehmen in eine kritische Situation geraten ist, wird er gerufen. Er ist dann der unumschränkte Führer des Unternehmens und ist dabei spezialisiert auf bestimmte Tätigkeiten. Er kann viel, weiß viel und seine Mitarbeiter haben z.T. Vertrauen zu ihm, aber er entscheidet alles selbst. Er entscheidet schnell und duldet keinen Widerspruch. Er trifft als Unternehmensführer notwendige unangenehme Entscheidungen und bleibt bis zum Sieg oder bis zur Niederlage. Erfahrung ist eine wichtige Voraussetzung für einen General, denn schnelle
Entscheidungen müssen oft ohne eine Analyse nur aufgrund von Erfahrung getroffen werden. Es ist manchmal wie auch auf Kriegsschauplätzen, manche Generäle haben mehr Glück als andere. Er kann durch einen anderen General ersetzt werden, denn er kann auf verschiedenen ähnlichen Schauplätzen agieren.
5. Der Pfarrer
Er ist die Mutter des Unternehmens. Mitarbeiter und Harmonie gehen ihm über alles. Er arbeitet eher nach dem Prinzip Glauben als aufgrund von Auswertungen oder Wissen. Das Unternehmen des Pfarrers ist in reinrassiger Form nicht überlebensfähig – es sei denn, es arbeitet in einem Non-Profit Bereich. In diesem Bereich kommt das Geld zum Überleben durch andere Bereiche und Mittel. Das Prinzip, welches er vertritt, ist aber gerade heute für alle Unternehmen lebensnotwendig. Er gehört nicht an die Spitze, wohl aber ins mittlere Management.
6. Der Vorstandsvorsitzende
Last but not least haben wir den Vorstandsvorsitzenden als Unternehmensführer, der viel zu oft in der Zeitung steht. Er steht dem Unternehmen vor und ist allein seinen Shareholdern verantwortlich. Wenn der Hauptaktionär zufrieden ist, verdient er viel Geld. Wenn der Shareholder Interesse am Fortbestand des Unternehmens hat, wird ein Vorstandsvorsitzender zum Häuptling oder zum Manager.
Wenn kein Interesse vorhanden ist, bekommt er Eigenschaften des Piraten. Ein solcher Vorsitzender weiß dann wenig, der Kontakt zu Mitarbeitern ist eher zufällig, er entscheidet im Sinne von Shareholder value. Er bleibt dann zumeist kurz und wechselt zu einem anderen Schauplatz. Er ist relativ leicht auszutauschen.
Fazit
Natürlich findet man die vorgenannten Typen nur sehr selten in Reinform. Aber wenn man sich seine Vorgesetzten unter diesen Prämissen anschaut, wird das ein oder andere Erkennen im Auge des Betrachters aufblitzen. Cheftypen, die ein Unternehmen voranbringen und entwickeln, findet man am ehesten unter den Häuptlingen, Managern oder Vorstandsvorsitzenden. Man findet sie aber nur dann, wenn dem Besitzer des Betriebes die mittel- und langfristige Entwicklung seines Unternehmens wichtiger ist als der kurzfristige Profit. Und manchmal steckt einer dieser vorgestellten Typen auch in uns selbst.
posted by: Marion Hahn – Autor Helmut König http://www.onpulson.de/themen/1981/chef-typen-welche-grundtypen-von-unternehmensfuehrern-gibt-es/


Seit 1996 als Trainerin tätig, verbindet Marion Hahn langjährige, vielseitige Berufserfahrung - u.a. Mitarbeit in zahlreichen Umstrukturierungs-Maßnahmen eines Chemiekonzerns und dessen Joint Ventures Unternehmen- mit einer umfassenden Ausbildung zur Management-Trainerin.
13. August 2010
Führungsstile, Management, Psychologie, Schlüsselkompetenzen, Selbstmanagement