Entscheidungen treffen

29. April 2012

Konflikt, Management, Strategie

Ständig sind Entscheidungen zu fällen. Dabei geht es nicht nur darum, aus mindestens 2 Möglichkeiten zu wählen. Die Konsequenzen verschiedener Vorgehensweisen sind vielmehr noch nicht absehbar und berechenbar. Die Entscheidung ist unter Risiko zu fällen. Dies kann rational mit Hilfe von Kriterien erfolgen oder eher emotional und mit Intuition. Auch nicht zu entscheiden, ist eine Entscheidung mit den entsprechenden Konsequenzen. In diesem Fall überlassen Sie die weitere Entwicklung dem Zufall oder Anderen und lehnen die Verantwortung ab.

Nicht immer werden Entscheidungen bewusst getroffen. Häufig sind sie auch die konsequente Folge von bereits getroffenen strategischen Vorentscheidungen.

Natürlich zeigt sich, dass so manche Entscheidung nicht immer richtig war. Ein Risiko besteht darin, dass eine andere Alternative eben doch besser gewesen wäre. Diese Unsicherheit begründet die Angst, sich zu entscheiden. Doch in der damaligen Situation mit dem vormaligen Wissen war es zu diesem Zeitpunkt für Sie die richtige. Stellt sich heraus, dass Sie mittlerweile anders entscheiden würden, bleibt Ihnen nur, eine neue Entscheidung zu treffen.
Tipps, Checkliste

* Klären Sie Ihre Ziele, die verschiedenen Alternativen und Rahmenbedingungen
* Analysieren Sie das Problem von den verschiedenen Seiten aus und betrachten Sie es von „außen“, als Zuschauer
* Vermeiden Sie übereilte Entscheidungen. Wenn möglich überschlafen Sie wichtige Entscheidungen
* Stellen Sie offene Fragen, um besser an Informationen zu kommen und hören Sie zu. Achten Sie auf die Körpersprache
der anderen
* Entscheiden Sie sich, auch wenn immer ein „Restrisiko“ bestehen bleibt. Sie sind sonst handlungsunfähig bzw. geben
Macht ab
* Treffen Sie Ihre Entscheidung nicht nur rational, sondern hören Sie bewußt auch auf Ihr Bauchgefühl, Ihr
Unterbewußtsein
* Vertrauen Sie auf Ihre Intuition. Wissenschaftler haben festgestellt, dass man damit häufig besser fährt als mit
langem Überlegen. Es gibt sogar die These, dass keine Entscheidung wirklich nur aus rationalen Gründen getroffen
wird. Womöglich werden sachliche Argumente nur vorgeschoben um die gefühlsmäßig getroffene Entscheidung zu begründen
* Überlegen Sie sich die Folgen, Chancen und Risiken der jeweiligen Entscheidungsmöglichkeiten. Schreiben Sie diese in
Pro- und Contra-Listen auf
* Fragen Sie Andere um Rat und bedienen Sie sich Ratgeber. Sie erhalten dadurch weitere Informationen, die Sie
ebenfalls in Ihre Entscheidungsfindung einbauen können. Die Entscheidung treffen aber Sie
* Lassen Sie sich mit Entscheidungen ruhig Zeit. Überlegen Sie in Ruhe und nicht unter Stress. Manchmal bekommen Sie
noch später eine Information, die Ihnen die Entscheidung leicht macht. Aber achten Sie darauf, dass Sie sich nicht so
viel Zeit lassen, dass Ihnen die Entscheidung abgenommen wird und Sie nur noch reagieren, aber nicht mehr agieren
können
* Zerlegen Sie große Probleme in Einzelpakete und gehen Sie strukturiert vor. Was hängt voneinander ab, wie sind die
Prioritäten, was ist einfach zu lösen
* Haben Sie Mut und trauen Sie sich etwas zu

* Bedenken Sie, dass auch hier das Pareto Prinzip gilt oder die 80-zu-20 Regel. Es besagt, dass sich viele Aufgaben mit  einem
Mitteleinsatz von ca. 20 % zu 80 % erledigen lassen. Stecken Sie also nicht zuviel Aufwand hinein, um sich
Informationen für und über das Restrisiko zu beschaffen
* Auch Entscheidungen treffen, kann gelernt werden durch Übung und nochmals Übung. Diese sind die Grundlagen für die
Erfahrung, die die Intuition oder das Bauchgefühl bestimmen
* Reflektieren Sie Ihre Entscheidungen. Aus welchen Gründen haben Sie sich so entschieden? Was steht hinter der
Intuition an Erfahrungen? Passen diese noch oder sind sie veraltet?
* Haben Sie nicht den Anspruch, von sich die absolut richtige Entscheidung zu erwarten. Es lässt sich nicht immer alles
vorhersehen und vieles muss zuerst auch ausprobiert werden
* Wenn Sie eine Entscheidung getroffen haben, stehen Sie dazu und stellen Sie diese nicht immer wieder in Frage. Leben
Sie erstmal damit. Erst wenn Sie erkennen, dass es eine Fehlentscheidung war, sollten Sie zurückrudern und daraus
lernen

Quelle: Arbeitsratgeber

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