Schwierige Gespräche führen

22. Mai 2015

Kommunikation

Gute Gespräche kosten Zeit (anfangs)

Sparen Zeit (mittelfristig)

Führen zu Verhaltensänderungen

Motivieren Mitarbeiter

Helfen Arbeitsziele klar definieren

-Friedemann Schulz von Thun-

Vor dem Gespräch

Zur Vorbereitung eines guten Gespräches gehört die Auseinandersetzung des Gesprächsführers mit seiner persönlichen Einstellung zum Inhalt, zur Situation und zur Person des Gegenübers. Dazu trägt die Beantwortung einiger klärender Fragen bei:

• Wie sehe ich den Sachverhalt u. wie werden der Andere/die Anderen ihn sehen?

• Welche Punkte möchte ich unbedingt ansprechen?

• Was ist mein Gesprächsziel?

• Was erwarte ich und was wird der Andere erwarten?

• Wie sehe ich die Beziehung zwischen uns?

• Ist sie vertrauensvoll, kritisch, schwankend, stabil?

• Und wie wird der Andere unsere Beziehung einschätzen?

• Wie geht es mir beim Gedanken an das Gespräch?

• Welche Gedanken und Gefühle bewegen mich?

Mit der Beantwortung dieser Fragen erhält der Sprecher eine klare Vorstellung des Gesprächsziels, eine Einschätzung seiner persönlichen Einstellung zum Gesprächspartner und zur Situation. Durch den Perspektivenwechsel – die Beschäftigung mit den Zielen, Erwartungen und Gefühlen des Gegenübers- wird er besser in der Lage sein, sich in die Welt des Gesprächspartners einzufühlen.

Nach dem Gespräch

Gespräche, die einen emotionalen „Nachklang“ verursachen und Gefühle der Unstimmigkeit, kann man durch Beantwortung folgender Fragen nachbearbeiten:

• Wie habe ich mich während des Gesprächs gefühlt?
• Was waren die Auslöser für diese Gefühle?
• Habe ich mein Anliegen, meine Botschaft klar übermitteln können?
• Was hätte ich im „Klartext“ am liebsten gesagt?
• Was hat mich daran gehindert?
• Was würde ich jetzt – nach dem Gespräch- noch gerne loswerden?
• Welche Notizen würde sich nach meiner Einschätzung der Andere jetzt über dieses Gespräch machen?

Die Bearbeitung einer Gesprächsituation aus der Distanz, das Sprechen und Nachdenken „über“ die Kommunikation wird in der Fachsprache Meta-Kommunikation genannt.

Quelle: Prof. Schulz von Thun

, , , , , ,

Subscribe

Subscribe to our e-mail newsletter to receive updates.

Comments are closed.